Übersetzungen der Göttlichen Komödie

 

Vollständige Liste der deutschen Übersetzungen der "Göttlichen Komödie" in chronologischer Reihenfolge nach Erscheinungsdatum des abschließenden Bandes

  1. 1767:   Lebrecht Bachenschwanz (Prosa)
  2. 1821:   Karl Ludwig Kannegießer (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen; fünf Fassungen)
  3. 1826:   Carl Streckfuß (Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl. Reimen)
  4. 1831:   Johann Benno Hörwarter u. Karl von Enk (Prosa)
  5. 1837:   Johann Friedrich Heigelin (Blankverse mit durchgehend männl. Schlüssen
  6. 1840:   Philalethes (König Johann von Sachsen) (Blankvers mit fast durchgehend weibl. Schlüssen)
  7. 1840:   Karl Gustav von Berneck (Bernd von Guseck) (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  8. 1842:   August Kopisch (Blankverse mit fast durchgehend weibl. Schlüssen) 
  9. 1864:   Ludwig Gottfried Blanc (Blankverse mit vorwiegend weibl. Schlüssen)
  10. 1865:   Karl Eitner (Blankverse mit vorwiegend weibl. Schlüssen)
  11. 1865:   Josefine von Hoffinger (abgewandelte Schlegel-Terzinen: aba/cbc/ded…; die äußeren Terzinenverse weibl., die Mittelverse männl.)
  12. 1865:   Karl Witte (Blankverse mit vorwiegend weibl. Schlüssen)
  13. 1871:   Wilhelm Krigar (Terzinen mit durchgehend weibl. Reimen)
  14. 1872:   Friedrich Notter (Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl.      Reimen)
  15. 1877:   Karl Bartsch (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  16. 1885:   Julius Francke (Terzinen mit durchgehend weibl. Reimen)
  17. 1888:   Otto Gildemeister (Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl. Reimen)
  18. 1889:   Sophie Hasenclever (Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl. Reimen)
  19. 1894:   Carl Bertrand (Blankverse mit vorwiegend weibl. Schlüssen)
  20. 1896:   Bartholomäus Carneri (Blankverse mit in etwa ausgewogen männl. und weibl. Schlüssen)
  21. 1907:   Richard Zoozmann (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  1. 1908:   Richard Zoozmann (Schlegel-Terzinen mit fast durchgehend weibl. Reimen, unabhängig von Nr. 21; von beiden Fassungen mehrere Varianten)
  2. 1920:   L. Zuckermandel (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  3. 1920:   Axel Lübbe (Terzinen mit fast durchgehend weibl. Reimen)
  4. 1921:   Alfred Bassermann (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  5. 1921:   Konrad Falke (Blankverse mit deutlich überwiegend weibl. Schlüssen,   darunter viele Spondeen)
  6. 1926:   August Vezin (Terzinen mit fast durchgehend weibl. Reimen)
  7. 1928:   Konrad zu Putlitz, unter Mitwirkung von  Emmi Schweitzer (Inferno und     Purgatorio: Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl. Reimen; Hertha Federmann (Paradiso: Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen)
  8. 1928:   Georg von Poppel (Terzinen mit fast durchgehend weibl. Reimen)
  9. 1929:   Reinhold Schoener (Blankverse mit fast durchgehend weibl. Schlüssen)
  10. 1930:   Rudolf Borchardt (Terzinen mit vorwiegend weibl. Reimen [in einem Oberdeutsch von 1300])
  11. 1937:   Friedrich Freiherr von Falkenhausen (Terzinen mit vorwiegend weibl.   Reimen)
  12. 1942:   Karl Vossler (Blankverse mit in etwa ausgewogen männl. und weibl.     Schlüssen)
  13. 1951:   Hermann Gmelin (Blankverse mit durchgehend weibl. Schlüssen)
  14. 1952:   Hermann A. Prietze (Blankverse mit leicht vorwiegend weibl. Schlüssen)
  15. 1955:   Wilhelm G. Hertz (Terzinen mit alternierend männl. und weibl. Reimen)
  16. 1955:   Karl Willeke (Sauerländisches Platt; Blankvers mit durchgehend weibl. Schlüssen)
  17. 1960: Richard Eberwein
  18. 1961:   Benno Geiger (Terzinen mit durchgehend weibl. Reimen)
  19. 1963:   Ida und Walther von Wartburg (Blankvers mit leicht überwiegend weibl. Schlüssen, aber auch mehrfach Sechsheber, gelegentlich ein Vierheber)
  20. 1966:   Christa Renate Köhler (Terzinen mit in etwa ausgewogen männl. und weibl. Reimen)
  21. 1983:   Hans Werner Sokop (Terzinen mit durchgehend weibl. Reimen)
  22. 1984:   Salo Weindling (Blankverse, Schlüsse durchgehend mwm, wmw, mwm…)
  23. 1986:   Nora Urban (zumeist Blankverse mit männl. und weibl. Schlüssen; mehrfach Sechsheber und Vierheber)
  24. 1995:   Hans Georg Hees (Prosa)
  25. 1997:   Hans Schäfer (Terzinen mit durchgehend weibl. Reimen; mehrfach Sechsheber; gelegentlich trochäische Verse)
  26. 1997:   Georg Peter Landmann (Prosa)
  27. 2003:   Walter Naumann (Prosa, in Terzinenform gesetzt)
  28. 2003:   Thomas Vormbaum (Terzinen mit leicht vorwiegend weibl. Reimen)
  29. 2011:   Kurt Flasch (Prosa)
  30. 2012:   Hartmut Köhler (Prosa)
  31. 2015:  Alfred Anderau

 

 

Freie Nachdichtungen:

 

1. 1901: Paul POCHHAMMER („In deutschen Stanzen frei bearbeitet“)

2. 1903: Josef KOHLER, Dantes heilige Reise (Terzinen mit regelmäßig alternierenden männl. und weibl. Reimen)

 

In Anlehnung an die Divina Commedia:

 

1. 1921: Siegfried von der Trenck, Das ewige Lied. Durch Versenkung und     Eingebung wiedergeboren von S.v.d. T. (wortreiche Umdichtung in                           jambischen  Fünfhebern mit unregelmäßig gemischten Reimfolgen)

2. 1921: Hans Geisow: Dantes Commedia deutsch (jambische, trochäische, daktylische Zwei-, Drei-, Vier- und Fünfheber in verschiedenen Reimfolgen)

 

Dazu sehr zahlreiche Teilübersetzungen, etwa J. N. Meinhard (1763), A. W. Schlegel (1794), F. W. G. Schelling (1803), Stefan George (1912)

 

Derzeit sind, soweit uns bekannt, weitere vier Gesamtübersetzungen in Vorbereitung oder teilweise bereits erschienen

 

Zusammengestellt von Reinhard Klesczewski und Hartmut Köhler (2011)

Den Herren Dr. Herbert Lepper, Aachen, Dr. Hans Werner Sokop, Wien, und Dr. Bodo Zöll, Bad Homburg, die uns Einblick in ihre reichen Sammlungen gewährt und uns mit ihrem Rat unterstützt haben, sind wir zu großem Dank verpflichtet.

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Könemann 1997 / Biblioteca Nazionale Marciana. VORLAGE: Romanelli, G. (Hrsg.), Venedig I. Kunst & Architektur (Köln 1997) 311